{"id":576,"date":"2018-06-13T16:57:10","date_gmt":"2018-06-13T14:57:10","guid":{"rendered":"http:\/\/sowahome.de\/wordpress\/?p=576"},"modified":"2023-08-21T18:05:03","modified_gmt":"2023-08-21T16:05:03","slug":"13-juni-2018-wroclaw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sowahome.de\/WordPress\/13-juni-2018-wroclaw\/","title":{"rendered":"13. Juni 2018 &#8211; Wroc\u0142aw"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\tDer Morgen fing bez\u00fcglich der Dusche gut an, weil es warmes Wasser gab. Die Blockwartin hatte gestern mit Sicherheit nicht die Wahrheit gesagt. In ihr Sparkonzept passte bestimmt nicht, dass G\u00e4ste nach ihrer Ankunft am fr\u00fchen Nachmittag schon duschen wollen. Generell waren die G\u00e4ste des Campingplatzes ganz eng in die Betriebskostensenkung eingebunden: Licht im Flur ausmachen, nicht l\u00e4nger als f\u00fcnf Minuten duschen und was es sonst noch so an Ma\u00dfnahmen zur Gewinnsteigerung des Unternehmens gab. Mich w\u00fcrde brennend interessieren, ob der Warmwassertank mindestens einmal in der Woche vorschriftsm\u00e4\u00dfig aufgeheizt wurde, damit kein Legionellenbefall auftreten kann.<\/p>\n<p>Egal, gegen 9 Uhr fuhren wir ohne Fr\u00fchst\u00fcck los &#8211; mal wieder bei Regen. Angesichts des Wetters nutzten wir eine gut ausgebaute Stra\u00dfe in Richtung Wroc\u0142aw, dem fr\u00fcheren Breslau. So rissen wir die ersten 100 Kilometer, nur unterbrochen von einem rudiment\u00e4ren Fr\u00fchst\u00fcck an einer Tankstelle. Um zwei Becher Kaffee und etwas Geb\u00e4ck abzurechnen, ben\u00f6tigte der junge Mann an der Kasse mindestens f\u00fcnf Minuten. Bestimmt muss er sich morgen einen neuen Job suchen.<\/p>\n<p>Da es inzwischen trocken geworden war, beschlossen wir, die Schnellstra\u00dfe zu verlassen und auf kleineren Stra\u00dfen weiter zu fahren. Der Weg f\u00fchrte uns durch Katowice, wo meine Gro\u00dfmutter Maria Niemitz herstammt, und Zabrze, bekannt von den Popolskis.\u00a0 Weiter ging es durch das wolkenverhangene Oberschlesien, in dem der Bergbau auch so langsam in die Museumsecke gedr\u00e4ngt wird. Stahl wird wohl immer noch in der Gegend produziert, jedenfalls haben wir einen LKW mit Coils und einen mit Moniereisen gesehen. Ansonsten herrschte unterwegs sehr reger Verkehr.<\/p>\n<p>Als der kleine Hunger kam, hatten wir eine ausgesprochen bl\u00f6de Idee: Mc Donalds. Kann man ja mal machen, weil es direkt am Weg lag. Drinnen war schon eine Meute Schulkinder und wurde auf dem Klassenausflug abgef\u00fcttert. Dann kam der n\u00e4chste Bus mit Erstkl\u00e4sslern und wir standen mitten drin. Als wir auf unsere Bestellung warteten &#8211; Nummer 16 und 17 &#8211; war bald nur noch 13 vor uns. Das waren die 30 Fresst\u00fcten f\u00fcr die Meute! Es hat dann doch noch relativ z\u00fcgig geklappt und wir erreichten gegen 15:45 Uhr unser Hotel in Breslau. Zu erw\u00e4hnen ist noch, dass wir zwischen Ober- und Niederschlesien drei Orte durchfuhren, deren Ortsschilder sowohl den polnischen als auch den alten deutschen Ortsnamen auswiesen.<\/p>\n<p>Nach Abladen des Gep\u00e4cks, Unterbringung der Motorr\u00e4der auf einem bewachten Parkplatz und Bezug des Zimmers war eine warme Dusche angesagt. W\u00e4hrend der Wartezeit entstand der erste Teil des heutigen Berichts. Und dann ging es in die ber\u00fchmte Altstadt der viertgr\u00f6\u00dften Metropole Polens. Nach kurzem Spaziergang erreichten wir den fu\u00dfl\u00e4ufigen Bereich, sofort verbunden mit dem Verdacht einer Sinnest\u00e4uschung,. Die Buden, die im Dezember in Duisburg auf dem Weihnachtsmarkt rumstehen, sind jetzt hier aufgebaut. Gleiches Angebot wie gestern in Krakau: Glasperlen, Bernstein, kitschige Puppen und sogar Schmuck aus Afrika wie zum Beispiel Kaurimuschelketten. Aber ansonsten war die Gegend um den Markt schon sehenswert. Viele der alten Geb\u00e4ude mit den sch\u00f6nen Fassaden wurden erhalten und geben dem Markt einen tollen architektonischen Rahmen.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Abendessen nahmen wir sehr gepflegt und traditionell schlesisch ein. Mit dem Dw\u00f3r Polski haben wir daf\u00fcr das perfekte Restaurant erwischt, in dem auch schon der Papst und Helmut Kohl neben vielen anderen prominenten Pers\u00f6nlichkeiten zu Gast war. Ein Foto f\u00fcr die Galerie haben wir selbstverst\u00e4ndlich abgelehnt, weil wir nicht rasiert waren. Zu erw\u00e4hnen sind noch die Breslauer Zwerge, die \u00fcberall in der Altstadt verteilt sind. Zwei von ihnen habe ich entdeckt. Sie sind leicht zu \u00fcbersehen, weil sie lediglich um die 25 Zentimeter gro\u00df sind.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur gestrigen Netzanbindung funktioniert heute alles prima. Das ist besonders zu erw\u00e4hnen, weil auf dem Blockwart-Campingplatz in Krakau auch der Router auf Sparflamme lief. Die Blockwartin dachte wohl, dass Nameservice\u00a0 extra kostet und hat deswegen drauf verzichtet. Merkt man eigentlich, dass ich immer noch einen dicken Hals habe?<\/p>\n<p>Insgesamt 267 Kilometer waren es heute.<\/p>\n<p>&nbsp;\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Morgen fing bez\u00fcglich der Dusche gut an, weil es warmes Wasser gab. Die Blockwartin hatte gestern mit Sicherheit nicht die Wahrheit gesagt. In ihr Sparkonzept passte bestimmt nicht, dass G\u00e4ste nach ihrer Ankunft am fr\u00fchen Nachmittag schon duschen wollen. 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